Ein­zü­gi­ge Stei­glei­ter mit Rücken­schutz (Not­lei­ter)

  • Not­lei­ter­an­la­gen sind bau­li­che Anla­gen, über die sich selbst­ret­tungs­fä­hi­ge Men­schen im Gefah­ren­fall ret­ten oder Men­schen geret­tet wer­den können.
  • Lei­ter­län­ge inkl. Aus­stiegs­holm: Steig­hö­he + 1,20 m
  • Je nach Ein­satz­zweck sind Stei­glei­tern aus Stahl ver­zinkt, Edel­stahl, Alu­mi­ni­um und elo­xier­tem Alu­mi­ni­um lieferbar
  • Wand­an­ker und ande­re Mon­ta­ge­ma­te­ria­li­en sind eben­falls in meh­re­ren Mate­ria­li­en erhältlich

Spe­zi­fi­ka­tio­nen

Unab­hän­gig von der Steig­hö­he gilt:

  • Als Absturz­si­che­rung ist Steig­schutz nicht zulässig
  • Bei der Pla­nung von Not­lei­ter­an­la­gen, ins­be­son­de­re der Zustiegs­si­che­run­gen, ist die zustän­di­ge Brand­schutz­dienst­stel­le mit einzubinden
  • Ein Nach­weis für die Trag­fä­hig­keit des Unter­grunds muss für jedes Bau­vor­ha­ben durch einen ver­ant­wort­li­chen Sach­ver­stän­di­gen für Stand­si­cher­heit geprüft und abge­nom­men werden
  • An unge­si­cher­ten Aus­stiegs­stel­len sind beid­sei­tig zur Stei­glei­ter ange­brach­te oder in die Aus­stiegs­stel­le geführ­te Gelän­der erforderlich
  • Spalt beim Aus­tritt darf nicht grö­ßer als 75 mm sein
  • Bei mög­li­chen Absturz­hö­hen ab 1 m sind an Ein‑, Aus- und Über­stie­gen Hal­te­vor­rich­tun­gen erforderlich.
  • Für seit­li­che Über­stie­ge müs­sen die Lei­tern­tei­le höher geführt werden
  • Antritts­maß: Abstand Ein­stiegs­ebe­ne zur ers­ten Spros­se 100 – 400 mm; obers­te Spros­se bün­dig mit der Einstiegsebene
  • Die Spalt­ma­ße zwi­schen Stei­glei­ter­an­la­ge und Gelän­der dür­fen maxi­mal 120 mm betragen
  • Aus­lö­se­me­cha­nis­mus Not­ab­stiegs­lei­ter über Fuß­be­dien­he­bel oder Sicherungsschranke
  • Ein ver­ti­kal beweg­li­ches Lei­ter­teil ist nur am unters­ten Lei­ter­seg­ment zuläs­sig. Die­ses aus­fahr­ba­re Lei­ter­teil muss sich vor sei­nem Betre­ten selbst­tä­tig absen­ken. Im abge­senk­ten Zustand müs­sen die Spros­sen des aus­ge­fah­re­nen Lei­ter­teils und des unters­ten Lei­ter­seg­ments auf glei­cher Höhe liegen
  • Zustiegs­po­des­te müs­sen als Zustiegs­mög­lich­kei­ten auf Not­lei­ter­an­la­gen die gesam­te Zustiegs­öff­nung (z.B. Fens­ter­brei­te) abdecken
  • Die senk­rech­te Über­schnei­dung von auf­ein­an­der fol­gen­den Lei­ter­zü­gen muss min­des­tens 1.680mm betragen
  • Durch­stiegs­öff­nun­gen inner­halb von Bal­ko­nen sowie Zustiegs­öff­nun­gen in Bal­konum­weh­run­gen sind gegen das Abstür­zen von Per­so­nen zu sichern. Die tech­ni­sche Aus­füh­rung muss sicher­stel­len, dass die Funk­ti­on dau­er­haft gewähr­leis­tet ist
  • Die Not­stei­glei­ter soll­te auf trag­fä­hi­gen, für Flucht­we­ge vor­ge­se­he­ne und gesi­cher­te Flä­chen, die aus den Gefah­ren­be­rei­chen füh­ren, enden